Julius Basch

* 15.01.1876 in München gestorben in München am 01.10.1940
Widenmayerstraße 16

Stolperstein verlegt am 18.04.2013


Julius Basch wird am 15. Januar 1876 als einziges Kind des Kaufmanns Ludwig Basch und seiner Ehefrau Maria in München geboren. Wie sein Vater macht er eine Ausbildung zum Kaufmann und Fabrikant. Else Basch wird am 4. August 1878 als erstes von zwei Kindern des Hopfenhändlers Josef Ordenstein und seiner Ehefrau Ida in Nürnberg geboren. Dort besucht sie eine Mädchenschule und verwaltet anschließend die Finanzen des Vereins für Wohltätigkeit. Am 20. Januar 1902 heiratet das Paar in Nürnberg und wohnt fortan in der Steinsdorf-straße 15 in München. Die Eheleute Basch sind Eigentümer des – heute vom Herrenausstatter Hirmer genutzten – Anwesens in der Kaufingerstraße 28. Am 1. Januar 1926 zieht die Familie um in die Widenmayerstraße 16.

Julius Basch stirbt am 1. Oktober 1940 in München; die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt. Die nun verwitwete Else Basch lebt ab 1. November 1941 im Krankenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Hermann-Schmid-Straße 5. Am 4. Juni 1942 muss sie sich mit einer „freiwilligen“ Spende in Höhe von 15.000 Reichsmark an der Finanzierung des Lagers Milbertshofen beteiligen. Sechs Tage später, am 12. Juni 1942, kommt sie unter der Transportnummer 250 mit dem fünften Transport aus München nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten 49 die Shoah nicht. Auch Else Basch wird am 18. Juni 1942 in Theresienstadt ermordet.
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