Ernst Basch

* 11.03.1909 in München gestorben am 20.02.1983
Widenmayerstraße 16

Stolperstein verlegt am 03.07.2016


Ernst Basch kommt am 11. März 1909 als einziges Kind von Julius und Else Basch, geb. Ordenstein, zur Welt. Die Eheleute Basch sind Eigentümer des – heute vom Herrenausstatter Hirmer genutzten – Anwesens in der Kaufingerstraße 28. Die Familie lebt zunächst in der Steinsdorfstraße 15.
Am 1. Januar 1926, Ernst ist 17 Jahre alt, zieht man in die Widenmayerstraße 16 um. Im Herbst 1928 geht Ernst nach Berlin, um Jura zu studieren. Wegen seiner jüdischen Abstammung wird der junge Referendar nicht als Beamter in den Justizdienst übernommen. Im Frühjahr 1933 flieht er mit seiner Frau Anneliese in die USA: Denn schon früh erkennt er die existenzielle Bedrohung durch die Nazis und beschreibt sie 1934 in seinem Buch „The Fascist and his Mind“. Er versucht, auch seine Eltern zur Flucht zu bewegen – vergebens. Julius Basch stirbt am 1. Oktober 1940 in München unter nicht geklärten Umständen. Die nun verwitwete Else Basch lebt ab 1. November 1941 im Krankenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Hermann­-Schmid-­Straße 5. Am 4. Juni 1942 muss sie sich mit einer „freiwilligen“ Spende in Höhe von 15.000 Reichsmark an der Finanzierung des Lagers Milbertshofen beteiligen. Acht Tage später wird sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie weitere sechs Tage später, am 18. Juni 1942, ermordet wird. Ernst Basch ändert in den USA seinen Namen zu Ernest Ashton. Er lebt bis zu seinem Tod am 20. Februar 1983 als Schriftsteller und Übersetzer in Huntington, Long Island, nahe New York.
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